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Aufgerieben in den Kriegen, |
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die zu führen man uns zwang, |
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werden doch wir einstmals gehen |
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unser‘n allerletzten Gang |
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stolzen Blicks, erhob‘nen Hauptes, |
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denn wie schwer der Tod auch sei: |
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Er wird leicht uns im Bewußtsein, |
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daß wir immer blieben treu |
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uns und unser‘m tiefsten Innern, |
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daß wir selbst auf der Tortur |
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niemals abschwor‘n unser‘m Glauben, |
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daß wir immer taten nur, |
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was als richtig wir erkannten; |
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folgten einzig dem Gesetz, |
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das als eigen wir erlebt‘ uns, |
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das Bestand hat bis zuletzt; |
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brachten, nur der Pflicht gehorchend, |
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die wir selbst uns auferlegt – |
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die, erbarmungsloser Pfeiler, |
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einzig uns im Leben trägt –, |
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jedes Opfer, das sie fordert, |
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zahlten selbst den bitt‘ren Preis |
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einer Einsamkeit, die oftmals |
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kälter noch als Gletschers Eis. |
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So mußt‘ immer schon sich quälen |
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jeder wohl, der aufrecht ging, |
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und zu oft drum schon sein Leben |
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nur am seid‘nen Faden hing. |
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Gratgewandert in extremis, |
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leben mit der schwersten Last: |
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Herr, wir stöhnen ob des Fluchs, mit |
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dem Du uns gesegnet hast! |
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1995 |