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Du göttliche Frau, du, die einstmals ich liebte |
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mit all‘ meines Herzens zerbrechlicher Kraft, |
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nachtrauernden Sinnes gedenk‘ ich der Schmerzen, |
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gedenke der Leiden, die du mir gebracht. |
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Du bist mir so fern und du bleibst mir so nah doch |
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in all‘ meinen Tagen und mehr noch der Nacht, |
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da einsam mit mir nur der Finsternis Schweigen |
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die schlaflose, sie, die Verzweiflung durchwacht. |
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Verborgen die Schlange, die tausendbeköpfte, |
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allfressend sie fortlebt und tiefer noch kriecht; |
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auch blau ist der See noch, wenn tief schon im Grunde |
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vulkanisch‘ Zerstörung wild wütend ihn siecht. |
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Die schwarzdumpfe Leere, die nun heißt mein Leben, |
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Erbarmen sie hat nicht, nicht Mitleid; es eilt |
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zum trostloser Morgen das trostlose Heute, |
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kein Zweites die Klagen, die heimlichen, teilt, |
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kein Ohr, das da hörte die Schreie, die stummen, |
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kein Aug‘, das gewahrte den todbringend‘ Gram, |
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kein Arm, der mich hielte, mich, der ich will fallen, |
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seit böswollend‘ Schicksal das Liebste mir nahm. |
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So strafen die Götter des Sterblichen Frevel, |
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wenn er sich vermißt, ihr Geheimnis zu schau‘n, |
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im Übermut einmal nur wagt zu betreten |
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glückseligster Liebe verbotenen Raum. |
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1988/89 |